SLP – Suchleistungsprüfung

Diese Prüfung ist vorrangig für Retriever vorgesehen. Sie soll eine rassengerechte Beschäftigung ermöglichen sowie die natürlichen Fähigkeiten der Hunde fördern bzw. erhalten.

Größe des Suchengebietes ca. 40 x 40 Schritte – 3 Gegenstände (leicht verdeckt) – 15 Minuten

Auszug aus der Prüfungsordnung:

Der Hund ist gehorsam, motiviert und sucht passioniert. Er verhält sich ruhig und ist weder ängstlich noch aggressiv.

Der Hund befolgt die Signale des Hundeführers (Stimme, Pfeife, Handzeichen) unverzüglich.

Fußarbeit:
Die Fußarbeit sollte auf einem Feld, einer Wiese etc. mit leichtem Bewuchs gezeigt werden. Von der Grundstellung aus folgt der Hund dem Hundeführer auf ein Signal hin eng an der linken Seite. Die Leine hängt durch und die Hände des Hundeführers schwingen leicht mit. Nach ca. 50 Schritten wird angehalten. Der Hund sollte sich selbständig, schnell und gerade hinsetzen. Nun wird der Hund abgeleint und die Leine entsprechend verwahrt. Nach einer Wendung wird im normalen Schritttempo in Freifolge an den Ausgangspunkt zurückgegangen. Das Anhalten erfolgt auch hier ohne ein Signal.
Der Richter oder Prüfungsleiter begleitet das Team (auf der Seite des Hundeführers) in einem seitlichen Abstand von ca. 3 Schritten.

Absetzen:
Der Hundeführer entfernt sich ca. 25 Schritte vom Hund und ruft ihn nach ca. 10 Sekunden über Aufforderung durch den Leistungsrichter. Der Hund darf bis zum Abrufen den angewiesenen Platz nicht verlassen.

Die Hundeführer nehmen mit ihren Hunden zB vor einer Dickung im Abstand von ca. 3 Schritten zum nächsten Hund Aufstellung. Die Hunde können dabei abgeleint oder angeleint (unter Abzug von 5 Punkten) sein. Danach gehen zwei Helfer zwei Mal (hin und zurück) in einem Abstand von ca. 20 bis 30 Schritten vorbei, wobei das Treiben moderat erfolgt. Beim Hin- und Zurückgehen können einzelne Schüsse (6 mm Signal) abgegeben werden.

Die Hunde sollen sich bei dieser Aufgabe ruhig verhalten, nicht in die Leine springen oder winseln.

Suchengebiet:
Als Gelände können bewachsene Flächen – Brachen, Felder und Wiesen mit mindestens (knie-)hohem Bewuchs oder Wald mit guter Deckung – verwendet werden. Das Suchengebiet kann mit Markierstöcken, etc. gekennzeichnet werden. Es wird dem Hundeführer vom Leistungsrichter oder Prüfungsleiter vor der Übung bekannt gegeben.

Gegenstände:
Diese Prüfung wird mit Dummys (500 g) und / oder mit Dead Fowls (Ente, Fasan, Rebhuhn) durchgeführt. Bei der Ausschreibung der Prüfung ist bekannt zu geben, welche Gegenstände verwendet werden. Duftstoffe sind nicht vorgesehen.

Die Gegenstände werden vom Prüfungsleiter von der dem Hundeführer gegenüberliegenden Seite (Rückseite des Suchengebietes) ausgelegt und mindestens zur Hälfte mit Gras, Blättern etc. bedeckt. Dies soll möglichst gegen den Wind und muss außer Sicht des Hundeführers und Hundes erfolgen. Die Lage der Stücke wird dem Hundeführer nicht bekannt gegeben.

Der Prüfungsleiter bleibt im Suchengebiet, wenn eine Aufnahme der Gegenstände vom Standort des
Leistungsrichters nicht eingesehen werden kann.

Ausarbeitung:
Über Anweisung des Leistungsrichters wird der Hund abgeleint und zum Suchen geschickt. Der Hundeführer darf das Suchengebiet nicht betreten, jedoch an einer Seite (Grundlinie) entlang gehen. Bringt der Hund einen Gegenstand, so kann der Hundeführer den Hund selbständig zur weiteren Suche schicken. Vorher ist aber dem Leistungsrichter der apportierte Gegenstand zu übergeben.

Hörzeichen (zB Such) oder Pfeifsignale, auch verbunden mit Handzeichen, sind erlaubt. Während der Hund im Gebiet sucht, hat sich der Hundeführer aber ruhig zu verhalten.

Verlässt der Hund das Suchengebiet, so kann er auf die Fläche mittels entsprechender Signale zurückgeholt werden. Wiederholtes oder zu weites Verlassen entwertet die Arbeit.

Der gefundene Gegenstand ist unverzüglich aufzunehmen, dem Hundeführer zu bringen und in die Hand abzugeben. Eine verzögerte Aufnahme oder Nichtaufnahme, ein Weitersuchen mit dem Gegenstand im Fang, ein Tauschen, ein Ablegen oder Fallenlassen des Gegenstandes und eine unkorrekte Abgabe entwertet die Arbeit.

Der Hund kann insgesamt fünf Mal geschickt werden. Für das vierte und fünfte Mal werden aber jeweils 5 Punkte abgezogen.

Die detaillierte Prüfungsordnung finden Sie unter …. Downloads