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Ausbildung zum Wesensrichter

(Stand 01.01.2017)

Personenbezogene Ausdrücke beziehen sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise!


Allgemeines

Die Ausbildung zum Wesensrichter ist wie folgt vorgesehen:

Antrag durch die ÖRC Landesgruppe an den ÖRC Vorstand (bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen und unter Vorlage eines kynologischen Lebenslaufes)
Genehmigung durch den ÖRC Vorstand und Ernennung zum Wesensrichter-Anwärter sowie Veröffentlichung im „Retriever Journal“
Bekanntgabe an den ÖKV durch das ÖRC Ausbildungsreferat und Veröffentlichung in der Zeitschrift „Unsere Hunde“ nach Bestätigung durch den ÖKV Vorstand
3 x mit dem amtierenden Richter mitgehen (gegen Bestätigung – mitgehen, beobachten, besprechen)
Besuch des ÖKV Richter Seminar Modul 1 (Anatomie und Genetik, Rassenkunde, Organisation)
Besuch eines Seminars über Verhaltensbiologie und eines Praxisseminars
3 x Proberichten bei verschiedenen erfahrenen Wesensrichtern (gegen Bestätigung)
Prüfung vor einer Kommission (Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt durch das ÖRC Ausbildungsreferat nach Vorliegen aller erforderlichen Unterlagen.)

Hinweise:

Zur Ausbildung siehe auch „ÖKV Richterordnung“.

Vor der Veröffentlichung in der Zeitschrift „Unsere Hunde“ (UH) darf mit der Ausbildung nicht begonnen werden!

Wird die Ausbildung innerhalb von 5 Jahren nach Ernennung zum Wesensrichter-Anwärter durch den ÖRC Vorstand nicht abgeschlossen, erlischt die Anwartschaft automatisch und es erfolgt eine Abmeldung beim ÖKV.

An Richtertagungen – die bei Bedarf durchgeführt werden können – ist teilzunehmen.


Wesensrichter-Anwärter

Als Wesensrichter-Anwärter können vom Vorstand des Österreichischen Club interessierte Personen  ernannt werden, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

1. Mindestens fünfjährige aktive Mitgliedschaft im ÖRC
2. Vollendung des 23. Lebensjahres
3. Geistige und körperliche Eignung zum Ehrenamt als Richter
4. Österreichische Staatsbürgerschaft und / oder ordentlicher Wohnsitz in Österreich seit mindestens fünf Jahren
5. Nachweis entsprechender Erfahrungen, Fachkenntnisse und Wissen.
6. Nachweis über das erfolgreiche Führen eines Retrievers auf einem Workintest Klasse L oder einer BLP sowie ÖRC Leistungsrichter (GAP und RBP) und ÖJGV Leistungsrichter.

Das ÖRC Ausbildungsreferat ist für die Ausbildung der Wesensrichter-Anwärter zuständig.

Jeder Anwärter erhält einen Vordruck, in den die einzelnen Ausbildungsschritte einzutragen und von den amtierenden Richtern mit ihrer Unterschrift zu bestätigen sind. Dieser Vordruck ist samt den anderen erforderlichen Unterlagen für die Anmeldung zur Prüfung dem ÖRC Ausbildungsreferat im Original zu übergeben.

Für fachliche Fragen sind die amtierenden Richter und das ÖRC Ausbildungsreferat, für organisatorische Fragen (wie zB Mitgehen bei Wesenstests und Proberichten) die für die Organisation der Wesenstests verantwortliche Person zuständig.


Praktische Ausbildung

Die Wesensrichter-Anwärter müssen bei mindestens 3 Wesenstests mit einem der amtierenden Wesensrichter  mitgehen.

Bei den ersten Gruppen ist jeweils der Ablauf des Wesenstest zu beobachten, bei den weiteren Gruppen sind entsprechende Notizen anzufertigen. Der Wesensrichter-Anwärter lernt dabei das Verhalten der Hunde in der Praxis zu beobachten und zu beurteilen.

Es ist darauf zu achten, dass bei den Teilnehmern nicht der Anschein des Mitrichtens entsteht.

Die Ergebnisse sind nach Beendigung jeder Station mit dem amtierenden Wesensrichter zu besprechen.

Wurde die bisherige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen (siehe Bestätigung), kann mit der probeweisen Beurteilung des Verhaltens / Wesens bei verschiedenen Wesensrichtern, die das Richteramt bereits seit einem längeren Zeitraum ausüben, begonnen werden.

Bei mindestens 3 Wesenstests ist jeweils ganztägig unter Berücksichtigung der verschiedenen Retrieverrassen die Anwartschaft abzulegen.

Der Anwärter bewertet alle Hunde einer Gruppe, bespricht und vergleicht seine Beobachtungen und Bewertungen unmittelbar nach dem Abschluss der einzelnen Aufgaben.

Der Anschein eines Mitrichtens bzw. einer Einflussnahme ist hier seitens des Wesensrichter-Anwärters zu vermeiden.

Wenn der Anwärter entsprechende Sicherheit erlangt hat, kann er – unter Aufsicht des Richters – bei verschiedenen Gruppen selbständig die Bewertungen vornehmen und – nach Absprache mit dem Richter – den Teilnehmern begründen. Die gültige Bewertung fällt der Richter.

Verfügt der Wesensrichter-Anwärter über das erforderliche Wissen und die notwendige Sicherheit, kann er dies dem ÖRC Ausbildungsreferat mitteilen und um Anmeldung zur Prüfung ersuchen.


Prüfung

Nach Erfüllung aller Voraussetzungen und Vorlage aller Nachweise erfolgt eine Anmeldung zur Prüfung beim ÖKV durch das ÖRC Ausbildungsreferat.

Nach bestandener Prüfung kann der ÖRC Vorstand den Wesensrichter für das Richten im Österreichischen Retriever Club nominieren.



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